Medienspiegel: Radio und Podcasts

Die folgenden auditiven Beiträge wurden von Radiosendern und Podcasts gesendet. Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Hinweise auf weitere, nicht aufgeführte Sendungen werden gern entgegen genommen.

06.03.2000
ORB – Antenne Brandenburg
„Wir leben im Jahr 2000, im Zeitalter von Technik und Internet, da glaubt niemand mehr an Wunder – angeblich. Trotzdem halten sich hartnäckige Gerüchte, dass da im Wald von Brieselang, nicht weit von der Berliner Stadtgrenze, immer wieder seltsame Lichter auftauchen. Und für die gebe es keine natürliche Erklärung, so heißt es …“ (Anmoderation des Beitrages)
Beteiligte: Katja Neppert (Autorin), Hans-Joachim Gillert, T.A. Günter

15.05.2008
Radio NRJ: Sendung 911

10.11. – 14.11.2008
BB-Radio: Die Morgenmacher

04.2012
RBB

29.06.2015
Hoaxilla – Der skeptische Podcast aus Hamburg: Folge 189 – Brieselanger Licht
Der bekannte Hoaxilla-Podcast nimmt sich des Themas um das Lichtphänomen von Brieselang an. Basierend auf den Untersuchungen von T.A. Günter.

06.07.2015
Radio Fritz: Das Brieselanger Licht
Alexander Waschkau ist nach der Hoaxilla-Folge über das „Brieselanger Licht“ ein neuer Ansprechpartner zu diesem Thema. Auskunftsfreudig gibt der Hoaxmaster sein Wissen und seine Erkenntnisse wieder, benennt selbst erstmals Elisabeh Wieja beim Namen und erläutert weitere Sagenvarianten. Als Skeptiker und Psychologe plädiert Alexander Waschkau dafür, Zeugen des Lichts ernst zu nehmen, und benennt im nächsten Zug Theorien zur rationalen Erklärung des Lichterspuks.

14.08.2015
Blue Moon: Mythen
Eine längere Sendung über Mythen, in der u.a. auch das Licht von Brieselang thematisiert wird. Alexa und Alexander Waschkau berichten über Sagen und Gruselgeschichten aus dem Brandenburger Land.

17.08.2018
CropFM: Das Hallertauer Licht und Airship Mysteries (Gast: Wladislaw Raab)
Über ortsgebundene Lichterscheinungen sagt Interview-Gast Wladislaw Raab, diese hätten spezifische Eigenschaften und erwähnt das Brieselanger Licht im Havelland. Das Breiselanger Licht machte „oftmals so Harakiri-Flüge“, beschreibt Raab, im Unterschied zum Hallertauer Licht in Bayern, um das es in dieser Folge des Podcasts geht. Der UFO-Forscher deutet an dieser Stelle die Diversität solcher Phänomene an. Taschenlampensignale habe Raab in Hallertau gegeben. Er referenziert auf die Leute im Brieselanger Forst und verweist damit auf einen Effekt sich gegen- oder einseitig täuschender Gruppen oder Personen mit Lichteffektgeräten. Raab geht im Interview relativ häufig auf das Brieselanger Licht ein und zieht es als Vergleich zu Hallertau heran.
Im Fall Brieselang seien jedoch inzwischen so viele „Freaks und Kuriositätensucher“ unterwegs, dass sich eine Expedition dorthin nicht lohne. Einige andere Orte mit wiederkehrenden Lichtphänomenen möchte Raab daher vorerst nicht nennen, damit eine Expedition nicht durch andere Leute gestört würde. Eine sicherlich sinnvolle Herangehensweise.
Eine, im Gesamtkontext ortsgebundener Lichtphänomene zu sehende, durchaus interessante Sendung, wenn auch viele grundlegende Aspekte, die mit diesen einhergehen nicht oder nur unzureichend erwähnt wurden. Zum Teil gehen die Ausführungen Raabs sehr ins phantastisch-spekulative.

07.12.2018
CropFM: Kugelblitze, Irrlichter, Orbs und andere Wirklichkeiten (Gast: Illobrand von Ludwiger)
In der Folge „Kugelblitze, Irrlichter, Orbs und andere Wirklichkeiten“ geht Illobrand von Ludwiger auf das Brieselanger Licht ein (ab 1:03:30). Er bezeichnet Günther Janßens Buch darüber als interessant, zitiert einen Zeugenbericht. Kritische Punkte werden nicht genannt. Anhand des Mordes an Lieschen Wieja nimmt er Bezug auf das Paranormale und schließt daraus, dies sei keine Naturerscheinung mehr. Erwähnt wird nicht, dass Janßen seine Recherchen mit fiktiven Elementen anreicherte und es sich bei „Lieschens Wald“ (2014) um einen Roman handelt.

24.11.2020
Dark Impacts: #2 Das Brieselanger Licht
Der Podcast „Dark Impacts“, von und mit Felix Nebel, Max Fuhrmann und Stefan Pawlowski, hatte in seiner zweiten Episode das Breiselanger Licht zum Thema. Einer der Podcaster war nach eigener Aussage immerhin selbst an die 18 Mal im Brieselanger Forst. Eingangs referenziert er auf den Mord an Elisabeth Wieja und schildert die Ereignisse des Sommers 1945 und das Aufkommen des Lichtphänomens und der zahlreichen Sagen um das Licht. Natürliche Erklärungsansätze, wie Sumpfgase werden kurz andiskutiert. Spannender sind dann sber doch die Geistergeschichten, ob Lieschens Geist selbst oder Vaters Laterne. Die logische Frage nach der Authentizität des Mordgeschehens führt natürlich zu Günter F. Janßen. Der Autor des Romans „Lieschens Wald“ wird für den Podcast interviewt und schildert seine Recherchen und eigenes Erleben im Forst. Er bestätigt dabei die bekannten natürlichen Auslöser, es seien ihm jedoch auch Lichter begegnet, die er nicht erklären könne. Auf LIeschen Wieja angesprochen, berichtet Janßen von den schwammigen Legenden und seine Überraschung über den so viele Jahre zurückliegenden Mordfall. Er gibt dabei an, dass das Licht bereits nach 1945 einsetzte – eine Aussage, für die ich bisher keine Belege kenne. Was es mit dem Licht auf sich habe, die Frage muss Janßen unbeantwortet lassen. Es gäbe aber „definitiv ein LIcht, das Sie nciht erklären können“ und das seiner persönlichen Ansicht nach mit Elisabeth Wieja zusammenhängt. Weitere Quellen als Janßen haben die Podcaster nicht herangezogen, da der Autor ihnen von allen am glaubwürdigsten erschien.

20.12.2020
Ende mit Schrecken: #040 Brieselanger Licht
Der Podcast „Ende mit Schrecken“ plaudert über die Brieselanger Lichter, offenbar ein Wunsch der Hörerschaft. Hier und da vielleicht etwas unzureichend mit einigen Ungenauigkeiten, ist das Ergebnis im Ganzen recht gelungen und hörenswert.
Im Podcast wird Bezug auf die Website von T.A. Günter genommen (dort „Fan-Seite“ genannt) und daraus die meisten Informationen entnommen. Zudem wird Günter F. Janßens Buch genannt und zunächst Lieschen Wieja als Geistergeschichte vorgestellt. Außerirdische werden ebenfalls genannt, CENAP und GEP als damals involvierte UFO-Gruppen erwähnt. Der obligatorische Ritt durch die Legendenlandschaft rund um die Lichter folgt: Wahnsinnige, Leuchter, weitere Geister, geheime Labore, Hexen, Irrlichter etc.
Aufzählung natürlicher Erklärungsansätze: etwa Verwechslungen mit Sumpfgas, Leuchtkäfern, Bewegungsmeldern anliegender Häuser, Autoscheinwerfern und schlicht Schabernack. Die Hervorhebung von Ähnlichkeiten zu anderen urbanen Legenden durch Podcasterin Franzi ist elementar.

Der Podcast zum Brieselanger Licht wird abgerundet durch einen Blick über die Landesgrenzen nach Hessdalen (Norwegen), Marfa (Texas, USA) und Brown Mountain (North Carolina, USA). Durchaus legen die Podcaster hier ein Augenmerk auf natürliche Erklärungsvorschläge.

Die Medienschau am Ende nennt erneut „Lieschens Wald“ (Janßen) und dann lediglich einen RBB-Beitrag (vermutlich den von 2015). Darüber hinaus wollen die Podcaster bis auf zahlreiche YouTube-Filme kaum weitere nennenswerte Bezüge in Medien gefunden haben. Das erstaunt. Meine Website „Brieselang Report“ beinhaltet selbst einen Medienspiegel (http://guenter.alien.de/brieselang/medienspiegel), der recht umfangreich ist, und sogar die thematische Aufarbeitung in einem Hörspiel und einem Lied auflistet.

Insgesamt ist der Tenor der Folge skeptisch – André und Franzi bevorzugen natürliche Erklärungsansätze – aber mit spür- und hörbarer Freude an den Sagen und Geschichten. Sehr sympathisch. Recht schöne Folge.

Das unheimliche Licht vom Brieselanger Wald