Zum Inhalt springen

Uri Geller: Weder Aliens, noch Zuschauer

Keine Aliens in der Show

Laut Quotenmessungen hat Uri Gellers Show Pro7 gestern miserable Quoten beschert. „Manchmal spiegeln Einschaltquoten doch noch die Qualität einer Fernsehshow wider“, schreibt Quotenmeter.de hierzu und bekommt dafür von mir ein zustimmendes Kopfnicken. Mit 4,8% Marktanteil wird der Reinfall beziffert. Die Befürchtungen, die bereits im Vorfeld von Kritikern geäußert wurden, haben sich erfüllt. Normalerweise soll man ja eine Sache erst beurteilen, wenn sie gelaufen ist. Hier wurde schon anhand der bekannten Zutaten ein Urteil gefällt, lange bevor das Live-„Experiment“ ausgestrahlt wurde. Aliens kamen natürlich nicht in die Show, aber das hat sich nicht mal Geller zu prophezeien gewagt. Statt dessen ein schwammiges „Alles ist möglich“.

Der Mentalist hatte nicht weiter als Zeichen am Himmel angekündigt. Dass es dergleichen in Form der sowieso gesichteten „UFOs“ geben wird, ist sehr wahrscheinlich. Aber einen wirklichen Kontakt ließ er nach hinten offen. Warum allerdings den Aliens Zeichen entlockt werden können, es ihnen dann aber nicht möglich sein soll, gleich im Studio aufzutauchen („Eben noch am Himmel über einem Kuhacker und jetzt schon hier auf unserer Showbühne“), weiß nur Herr Geller. Na wie gesagt, nach hinten alles offen. Und spätestens im Jahre 2012 kommen sie gemäß den Aussagen von Dänikens sowieso zurück. Dann können wir sie selber fragen, ob ihnen die Show besser gefallen hat als den irdischen Zuschauern.

Uri Geller-Show: Keine Aliens, keine Zuschauer

Gegen die Film- und Show-Übermacht von Sat.1 und RTL kam Uri Geller bei ProSieben überhaupt nicht an. Und so fuhr sein „Live-Experiment“ am Samstag miserable Quoten ein.

Manchmal spiegeln Einschaltquoten doch noch die Qualität einer Fernsehshow wider. Geschehen ist das am Samstagabend bei einer von ProSieben als „unglaubliches TV-Experiment“ angekündigten Show mit Uri Geller.

Während seiner dreistündigen Show wollte Geller am Abend Kontakt zu Außerirdischen aufnehmen, was wohl ebenso wenig funktionierte wie das Anlocken von Zuschauern. Die fühlten sich beim «Supertalent» und den «Chroniken von Narnia» deutlich besser unterhalten – und so kam «Uri Geller – Ufos & Experimente» zur besten Sendezeit auf gerade mal 1,40 Millionen Zuschauer, was beim Gesamtpublikum schlechten 4,8 Prozent Marktanteil entsprach.

In der Zielgruppe konnte die Live-Show angesichts dessen ebenfalls keinen Blumentopf gewinnen und blieb schließlich auch hier im klar einstelligen Bereich: Nur 850.000 Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren waren dabei und bescherten ProSieben katastrophale 7,3 Prozent Marktanteil – selbst das ZDF war am Samstag gefragter. Zu allem Überfluss verbuchte «Nina Hagens Ufo-Jagd» danach sogar gerade mal noch 6,6 Prozent Marktanteil bei insgesamt 810.000 Zuschauern. So schnell dürfte ProSieben dieses Experiment daher nicht mehr wiederholen. [1]

Ich selbst hatte nur noch aus Neugier zur letzten Stunde reingezappt. Uri Gellers Sendung hat mich dabei so sehr den Kopf schütteln lassen, dass ich nicht genau weiß, ob meine Kopfschmerzen davon stammten oder von der Show selbst. Eine Mischung aus Esoterik und Eso-Ufologie, die hoffentlich von den Zuschuer-Resten nicht mit seriöser UFO-Forschung verwechselt worden sind. Geschadet hat es der UFO-Forschung bestimmt, davon gehe ich aus. Die feinen Unterschiede, für die wir so kämpfen, werden von der Bevölkerung nicht wahrgenommen. Erst werden UFOs und Aliens in einen Topf gepackt (was per definition schon nicht korrekt ist), dann UFO-Phänomen-Forschung und esoterische Ufologie bis hin zu UFO-Forschern und Uri Geller. Dass dazwischen Welten liegen, wer nimmt das wahr? Aber ich will nicht jammern, schließlich erreichte die Sendung ja nicht ganz so viele Leute.

Von Nina Hagens anschließender Sendung habe ich dann nicht mehr mitbekommen, als dass sie schrill durch die Wüste hüpfte und von Aliens schwadronierte. Ob sie andere Ergebnisse bei ihrer „Recherche“ präsentierte als z.B. uli Thieme (deutscher Roswell-Experte), weiß ich nicht. Ich schlief ein. Ein seltsam anmutendes Phänomen hatte jedoch auch ich zuvor bemerkt: Wenn man den Fernseher mit Nina Hagen leiser schaltet (o diese Kopfschmerzen), dann wird die Lady auf auf der Mattscheibe scheinbar lauter…

  1. Quelle: http://www.quotenmeter.de/index.php?newsid=30999 []

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar