The HoaX-Files: Ausflug in den Ebersberger Forst

Der Ebersberger Forst im Münchner Raum; einigen Berichten zufolge sollen die dort zu beobachtenden Phänomen durchaus markante Ähnlichkeiten mit „dem Brieselanger Licht“ aufweisen; vgl. u.a. „GPS im Ebersberger Forst“ sowie tz-münchen vom Mittwoch, 25.05 1994:

„Im Ebersberger Forst ist der Teufel los! Dutzende von „Ghostbustern“, Hobby-Ufologen, Förster und Zivilstreifen – die magische Anziehungskraft der rätselhaften Geisterlichter ist ein Phänomen für sich. DASA-Mitarbeiter – den Lichtspielen auf der Spur – bemühen sich, sich mit herrischen Gesten Respekt zu verschaffen. Doch der Horde ist das Wurst: Mit Taschenlampen, Halogenstrahler und Nachtsichtgeräten geht´s ab ins Gehölz…“

Während sich in Brieselang zu den bekannten Lichtphänomenen Sagen um ein Geistermädchen manifestierten (vgl. Janßen, 2014), ist es in Ebersberg die Sage von der Weißen Frau (vermischt mit Motiven der Wandersage vom verschwunden Anhalter), die stark mit der Gegend verknüpft ist.

In einem kürzlich erschienenen Buch das Ehepaars Waschkau mit dem Titel „The HoaX-Files“ statten die Autoren-Alter Egos Hoaxmistress Alexa und Hoaxmaster Alexander dem Ebersberger Forst einen Besuch ab um einem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Konzeptiell ist das Buch so aufgebaut, dass eine fiktionale Mystery-Rahmengeschichte mit den beiden Autoren als Hauptpersonen thematisch unterschiedliche Themen herleitet und diese dann populärwissenschaftlich in einem nicht-fiktionalen Teil erklärt und besprochen werden. Folgende Themen werden hierbei behandelt: Die Weiße Frau, Hexen, Höllenschreie, Mothman, Waverly Hills, Chupacabras, The Hands Resit Him, Slenderman, The Expressionless, Bloody Mary, Die Geiter von Edinburgh, Spring-Heeled Jack.

Und alles beginnt damit, dass die Hoaxmistress und der Hoaxmaster eine Email von einem Unbekannten erhalten und so auf eine Schnitzeljagd geführt werden voller Andeutungen, Rätsel, geheimnissvoller Symbole. Über die Sage von der Weißen Frau kommt man auf den Ebersberger Forst und besucht diesen im Verlauf der Geschichte bzw. die dort existierende Hubertuskapelle, die dann weitere Hinweise offenbart. Die Lichtphänomene, die einen nicht unwesentlichen Teil des Gesamtphänomens ausmachen und wahrlich an „die Brieselanger Lichter“ erinnern1, finden in dem Buch keine weitere Beachtung, was an dem Fokus auf die Weiße Frau liegen mag2. Aber wie dem auch sei, wie Brieselang mit „Lieschens Wald“ wird auch der Ebersberger Forst mit seinen Sagen durch „The HoaX-Files“ ein Stückchen weiter in die Welt hinausgetragen.

  1. Siehe z.B.  http://464215.forumromanum.com/member/forum/entry_ubb.user_464215.1248651137.1109994001.1109994001.1.ebersberger_forst_lichter_und_eine_weisse_frau-spuk_und_jenseitskontakte.html: „Wesentlich häufiger als die weiße Frau sollen mysteriöse Lichterscheinungen im Wald beobachtet werden. Diese Lichter sollen in unterschiedlicher Höhe auftauchen (manchmal direkt über dem Boden oder auch in den Baumkronen), sollen sich bewegen, die Intensität ändern und hierbei sogar die Farbe wechseln, um schließlich wieder zu verblassen. Manche Zeugen wollen sogar von solch einem Licht regelrecht verfolgt worden sein. Der Ursprung dieser Irrlichter ist bis heute ungeklärt, auch wenn einige Theorien aufgestellt wurden, die eine Erklärung liefern sollen […] []
  2. Der inzwischen nicht mehr aktive UFO-Forscher Josef Schedel fand im Herbst 1999 durch eine eigene „Begegnung“ heraus, dass es ein Teil der Berichte auf eine am Straßenrand stehende weiße Säule, die im Vorbeifahren fehlinterpretiert würde, zurückzuführen sein könnten. Schedel: „Ich machte mir Gedanken darüber, warum ich diese Säule nicht früher schon einmal bemerkt hatte. Es lag an den Autoscheinwerfern bzw. deren Einstellung, aber auch an der Jahreszeit. Denn wenn das Laubgehölz Blätter trägt, ist die Säule fast nicht zu sehen (außer es würden Winde die Äste für kurze Augenblicke zur Seite wehen). „ []

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