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Quo vadis, UFO-Forschung? Oder: Die Rückkehr nach Cröffelbach

Tagungsstätte der UFO-Forscher (1998 - 2007)

Von 1998 bis 2007 wurden im schwäbischen Cröffelbach die heute legendären UFO-Tagungen unter Ausrichtung von CENAP/GEP abgehalten. Von einigen als Skeptiker-Tagungen verschrien, boten diese (neben oft hochinteressanten Vorträgen) jedoch vor allem die Möglichkeit, sich persönlich kennenzulernen und dadurch Barrieren abzubauen.
2011, vier Jahre nach dem Ende der Cröffelbach-Tagungen, zieht es einen Teil der deutschen UFO-Forschung wieder zurück ins beschauliche Schwaben-Land. CENAP lädt dazu ein, zusammen mit der GEP und der GfA einen Workshop mit dem Titel „Quo vadis, UFO-Forschung?“ [1] abzuhalten. Heute lädt der CENAP-Blog offiziell zu diesem Treffen ein. Zugelassen sind nur direkt eingeladene Personen + 5.

Die Ankündigung auf dem Blog lautet wie folgt (Formatierung nachträglich von mir, damit es hier besser aussieht):

CENAP wird am 21.5.11, in Zusammenarbeit mit der GEP und der GfA einen Workshop durchführen, der Wege erarbeiten soll, wie es mit der privaten UFO- Forschung weitergehen kann bzw. weitergehen muss.

Da dies spezifisches Grundwissen bedingt, wurden die meisten Teilnehmer direkt eingeladen und schon jetzt haben sich Mitglieder aller in Deutschland involvierten Gruppen und interessierte Einzelpersonen dazu entschlossen an dieser Grundsatzveranstaltung teilzunehmen.
Um aber auch andere Gedanken in die Überlegungen einfließen zu lassen, möchten wir 5 Personen anbieten an dem Workshop teilzunehmen die sich mit diesen Gedanken bereits beschäftigt haben und mitdiskutieren wollen.

Die Tagung findet auf Wunsch aller Veranstalter im hohenloischen Cröffelbach statt. Wer Interesse hat, kann sich unter folgender Email- Adresse bei mir melden: [email protected]

Quo vadis, UFO-Forschung?

„Sofern wir nicht drastisch neue Ideen und Methoden entwickeln, um die verwirrenden UFO-Fälle und die Menschen, die sie erleben, zu studieren, werden wir mitansehen, wie die nächsten 30 Jahre der Erfassung von UFO-Meldungen lediglich die Zwecklosigkeit und Frustration der letzten 30 Jahre wiederspiegeln.“
— Allan Hendry, 1979

Seit der mittlerweile legendären UFO-Meldung von Kenneth Arnold im Jahre 1947 in den USA wurden weltweit tausende Berichte von UFO-Beobachtungen veröffentlicht. Sie schufen ein relativ neues Feld innerhalb der Anomalistik, das bis zum heutigen Tag kontrovers und höchst emotional diskutiert wird: die Untersuchung des UFO-Phänomens.

Schon kurz nach Arnolds Sichtungsmeldung bildeten sich private Organisationen, die sich zur Aufgabe machten, diese Berichte zu sammeln, um Belege für ihre Thesen über die Ursachen des Phänomens zu erhalten. Erst seit Beginn der 1970er Jahre gibt es auch in Deutschland Gruppen, die versuchen, UFO-Meldungen wissenschaftlich zu untersuchen, zu kategorisieren und einer Beurteilung zuzuführen.
Hauptsächlich werden dazu die Zeugen befragt und es wird stets zunächst versucht, die Meldungen auf ein bekanntes Phänomen zurückzuführen.

Doch im 64. Jahr nach Arnolds UFO-Sichtung sowie nach 35 Jahren privater Forschungsarbeit in Deutschland stellt sich vielen dieser UFO-Phänomen-Forscher die Frage, ob das bisherige Vorgehen für die Beantwortung der aufgeworfenen Fragen ausreicht. Was kann die private UFO-Forschung erreichen, wie kann man die bisherigen Ergebnisse einordnen und was kann man mit den bisherigen Daten und Erkenntnissen anfangen? Sollte man neue Wege einschlagen? Wie sollten diese Wege aussehen?

Dies ist nur ein kleiner Teil der Fragen, die in diesem Workshop behandelt werden sollen. Sie könnten Ausgangspunkt einer neuen private UFO-Phänomen-Forschung werden. Nach Allan Hendry ist die Zeit hierfür schon lange reif, da die bisherigen Methoden, wie bereits er deutlich machte, offensichtlich nicht zum Ziel führten: das UFO-Phänomen und seine Merkmale besser zu verstehen.

Interessant – und ich wäre mal wieder gern dabei gewesen, musste aber absagen, da es mir terminlich nicht passt. Wie so oft. Aber immerhin werde ich die Berichterstattung verfolgen und mir von den Anwesenden erzählen lassen. Wirklich schade, gerade auch im Angesicht der gewählten Tagungsstätte von damals.

Wobei mir beim zu besprechenden Thema ein in der kommenden jufof-Ausgabe 01/2011 (Nr. 193) erscheinender Artikel von André Kramer einfällt (mit direkt im Anschluss abgedruckten Kommentar von Danny Ammon), der ebenfalls mit Blick nach vorn fragt, was mit den bei der GEP eingegangen UFO-Fällen der Klassifizierung »Good UFO« passieren soll. Beide Fragen – die speziellen UFO-Fälle und den künftigen Weg der UFO-Forschung betreffend- sind nicht neu und wurden schon früher hier und da mal gestellt. Hier treffen sie nun aber zeitlich zusammen und laden zum mitmachen ein. Mal sehen, was dabei herauskommt.

  1. Quo vadis? ist eine lateinische Phrase und bedeutet „Wohin gehst du?“. []

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