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Angriff auf die 10 UFO-Forschungsrichtlinien

Phil KlassFür die Online-Zeitschrift „Der UFO-Student“ (Nr. 1 erscheint am 31. Dezember 1999) schrieb ich einen kritischen Artikel, der sich auf einen auf dem ALIEN.DE befindlichen „CENAP-Hetz-Bericht“ bezog, in dem ein gewisser Stefan Stickler gegen die von Phil Klass erstellten „10 UFO-Forschungs-Prinzipien“ wetterte. Eigentlich, so konnte man zwischen den Zeilen lesen, ging es mal wieder um eine Attacke auf CENAP-Chef Werner Walter.
Um fair zu bleiben schickte ich Stickler noch vor (!) Veröffentlichung meinen Artikel zur Stellungnahme.

Am 23. November wurde ich auf den CENAP-MV-Seiten darauf aufmerksam, dass man in einem Forum auf der Ufonautic-Page schon darüber diskutierte:

Nun gibt es auch vom Kritikerkollegen Günter aus dem Havelland ein neues Großprojekt zu vermelden: „Der UFO-Student“, eine UFO-kritische Onlinezeitschrift, geht am 31. Dezember diesen Jahres an den Start. Dafür wurde eigens eine Domain reserviert – Neugierige können sich hier einloggen: www.ufo-student.de

Leider gab es bereits vorab aus der Fraktion der UFO-Fanatiker bösartige Reaktionen. So wird Kollege Günter im UFO-Student z.B. eine Richtigstellung zu den 10 UFO-Thesen des Phil Klass veröffentlichen, da es sich bestimmte Kreise innerhalb des UFO-Lagers auf die Fahnen geschrieben haben, mit diffamierenden und beleidigenden Totschlägervokabeln die Arbeit der CENAP zu diskreditieren. Einen Einblick in diese aktuelle Kontroverse erhält man im UFONAUTIC-Diskussionforum auf dem Alien-de- Server. Dort stechen besonders zwei Subjekte hervor, die nicht den Mut aufbringen, ihren eigenen Namen zu nennen, sondern sich hinter Pseudonymen verbergen müssen – EARTHMAN und STICKY.

CENAP-MV zeigt sich davon jedoch vollkommen unbeeindruckt und wartet gespannt auf die erste Ausgabe des „UFO-Student“. Ich wünsche dem Kritikerkollegen Günter alles Gute für dieses wichtige neue Projekt, das hoffentlich mit zu einer weiteren Verschiebung des Kräftegleichgewichtes innerhalb der UFO-Szene zugunsten der kritischen Meinungsäußerung bewirken kann. Der Startzeitpunkt ist günstig gewählt, ein fast symbolisches Datum – kurz vor der Jahrtausendwende symbolisiert dies die neuen und gestärkten Aktivitäten der Kritikerszene, unbeachtet aller Anfeindungen aus dem Lager der Dogmatiker.

In diesem Forum konnte man dann folgendes lesen:

Verspätete Reaktionen auf meine „10 Gebote der CENAP“!

[Forum für Grenzwissenschaften ]

Von Sticky am 17. November 1999 10:01:03:

Hallo, Leute!

Wer die damaligen Artikel von Earthman und mir über „CENAP: Die Wahrheit“ gelesen hat, wird sich bestimmt noch an meinen Artikel: „Die 10 Gebote der CENAP“ erinnern.

Offensichtlich liegt dieser Artikel immer noch einigen Leuten der CENAP schwer im Magen, da er jetzt in einer Online-Zeitschrift gebracht und demmentiert wird.

Folgender Text:

An dieser Stelle ist vor Erscheinen meines Artikel im „UFO-Student“ der komplette Text ohne mein Wissen oder meine Einwilligung wiedergegeben. Ich hatte lediglich eine Kopie meiner Kritik an Herrn Stickler per E-mail geschickt mit der Absicht, ihn fairerweise vor Erscheinen des Artikels zu informieren um ihm die Möglichkeit eines Gegen-Statements zu gewähren.

Tja, Erdman!

Ich schätze, daß ich T. auf ein paar Fakten seiner eigenen Gruppe aufmerksam machen muß. Wie z. Bsp. die Äußerungen der CENAP im Area 51-Artikel im CENAP-Report. Du weißt doch: „Sie müssen wissen, daß die UFO-Szene haupsächlich aus Spinnern, verkorksten Existenzen, usw… besteht!“

Oder was meinst Du?

Gruß: Sticky

Sogleich erhielt „Sticky“ die Antwort:

Re: Die Cenap-Wahrheit…

Von erdman – earthman am 17. November 1999 19:40:13:

Erstmal wow, das meine Seite erwähnt wird… *;)*

Welche Zeitschrift war es denn eigendlich? ET?

Aber in den Artikel, die von mir stammen habe ich (fast?)niemals die gesammte CENAP angegriffen. Es ging normalerweise um WW (oder von wem sonst die Artikel auf der CENAP Page stammen)

Ach, was solls…

Aber was den Area51 Artikel und die dortige CENAP-Aufklärung angeht, hast du wohl recht!

em

Mag sein, dass Earthman in seinen Artikel mehr auf Werner Walter Bezug nahm (auch wenn er mehr als einmal in diesem Zusammenhang CENAP sagte), aber Stefan Stickler meinte das gesamte CENAP, was er in seiner Antwort an Earthman auch zugibt:

Re: Die Cenap-Wahrheit…

Von Sticky am 17. November 1999 20:05:37:

>Erstmal wow, das meine Seite erwähnt wird… *;)*
Nur, daß die Reaktion doch ziemlich lange gedauert hat! ;-)))

>Welche Zeitschrift war es denn eigendlich? ET?
Nö, die heißt: „Der UFO-Student“! Scheint ein CENAP-GEP-Blatt zu sein. Zumindest den Äußerungen Günters nach!

>Aber in den Artikel, die von mir stammen habe ich (fast?) niemals die gesammte CENAP angegriffen. Es ging normalerweise um WW (oder von wem sonst die Artikel auf der CENAP Page stammen)
>Ach, was solls…
Naja, mein Artikel war wohl schon eher auf die gesammte CENAP ausgelegt….

Aber was den Area51 Artikel und die dortige CENAP-Aufklärung angeht, hast du wohl recht! Die läßt sich ja auch nicht leugnen…. :-)))

Gruß: Sticky

Laut meinen Äußerungen ein CENAP-GEP-Blatt ??? Das habe ich nicht gesagt und ist auch nicht wahr (auch wenn Werner Walter gerne von einer “Erweiterung der Informations-Plattform intern und extern des CENAP-Netzwerks” spricht).
„Der UFO-Student“ ist ein Projekt von mir und ich erhalte dabei Hilfe von verschiedenen Stelle, nicht nur der Skeptiker-Seite. Es soll ein kritisches Projekt sein, aber auch Leute der Pro-UFO-Seite sollen zu Wort kommen.
Dass der Artikel von Herrn Stickler auf das gesamte CENAP ausgelegt ist, wird sehr deutlich in seinem Bericht. Und wieder betone ich, dass ich ICH bin, dass MEINE Arbeit nicht das CENAP wiederspiegelt und ich als regionaler Ermittler nur gelegentlich Fälle zugesteckt bekomme oder auch mal etwas Medienarbeit leiste. Blödsinn ist es, dass alle CENAP-Mitglieder ungeprüft in eine Schublade mit der Aufschrift „Nein-Sager“ zu stecken sind. Innerhalb des CENAP gibt es verschiedene Meinungen und Arbeitsweisen. Jeder steht für sich und seine Arbeit selbst ein.

Etwas Zustimmung kam dann aus Mecklenburg-Vorpommern von CENAP-Seite:

Re: Verspätete Reaktionen auf meine „10 Gebote der CENAP“!

Von Johannes Müller am 17. November 1999 12:37:06:

Eine ausgezeichnete Richtigstellung von T.A.Günter.

Sticklers Kommentar dazu ist derselbe, den er mit via E-mail als seine Gegendarstellung sandte (da er selbst für die Veröffentlichung im Forum sorgte und ich diese hier übernehme, verzichte ich auf die Widergabe im “UFO-Student” und verweise nur mit einem Link hierauf):

Mal gaaanz langsam mit den jungen Pferden….! 😉

Von Sticky am 17. November 1999 18:30:49:

>Eine ausgezeichnete Richtigstellung von T.A.Günter.
Na, mal abwarten, denn ich habe ihm schon eine Antwort geliefert!

„Als Antwort auf Ihr Schreiben habe ich Folgendes zu vermerken:

1.) Der Artikel steht im engen Zusammenhang mit Äußerungen im CENAP-Report über die Area 51, wo UFO-„Gläubige“ mit Spinnern, verkorksten Existenzen, usw. betitelt werden.

Es gibt am Rande der UFO-Szene leider eine Anzahl von Gruppen und Einzelpersonen, die durch ihr dümmliches Verhalten die gesamte Szene in Verruf bringt. Ich kann mir aber denken, daß sich dieser besagte Artikel auf die US-amerikanische Szene bezieht, die aber aufgrund der (leider kommerziell gesteuerten) Mentalität der US-Bevölkerung zurückzuführen ist und damit die Szene eher einem Volksfest gleicht, als einer wissenschaftlichen Interesse! Hier sind aber keine weltweiten Rückschlüsse zu ziehen!

2.) Wenn man die (mir bekannten) persönlichen Erfahrungen von Werner Walter und Hans-Jürgen Köhler mit der Veit-Familie in den 70ern nimmt und die Äußerungen in bestimmten Artikeln im CENAP-Report vergleicht, erkennt man durchaus den Rückschluß von der Familie auf den Rest der UFO-Szene. Daß aber die Familie eine UFO-Sekte ist (war), die mit der Erforschung nicht das geringste zu tun hat,sondern nur die Naivität seelisch labiler Menschen ausnutzt, sollte aber erkannt werden. (Siehe Punkt 5-d!) Ich muß allerdings einräumen, daß WW mittlerweile sich etwas geändert hat und offener mit dem Rest der Szene umgeht, als noch vor einem halben Jahr. Ich hoffe nicht, daß er erst durch meinen Artikel gesprächsbereiter und offener geworden ist!

3.) JEDE Beweisführung in diesem (und auch anderem) Bereich ist unweigerlich SUBJEKTIV, denn persönliche Eindrücke, Erfahrungen und Meinung fließen bei der Erforschung immer mit ein. Dies schließt die CENAP und ihre Mitglieder uneingeschränkt ein! Damit KANN gar nicht von „objektiver“ Ermittlung gesprochen werden! Dies soll kein Vorwurf sein, aber eine Feststellung! Die Objektivität hätte eine MÖGLICHKEIT von außerirdischem Besuch als Voraussetzung. Und genau diese ist nach WWs Ansicht nicht gegeben!

4.) Die HEUTIGEN wissenschaftlichen Erkenntnisse können nicht uneingeschränkt als einzige Basis für die Erfoschung dieser Phänomene genommen werden, da sie hierbei an die Grenzen unseres Wissens stoßen und sogar weit darüber hinaus gehen. Jede wissenschaftliche Erkenntnis unterliegt einem gewissen „Verfallsdatum“! Dieses Verfallsdatum ist dann erreicht, wenn neue Erkenntnisse die alten widerlegen oder sie im Wesendlichen erweitern und ergänzen und somit die schon bekannten Fälle unter völlig neuen Gesichtspunkten neu beurteilt werden müssen!

Dies kann zu gegenteiligen Ergebnissen führen, als sie vorher geführt wurden. Erst wenn wir die Möglichkeit besitzen, interstellare Raumfahrt zu betreiben und ferne Galaxien zu besuchen, werden Besuche außerirdischer Intelligenzen hier auf der Erde wissenschaftlich erklärbar! Dies kann aber hunderte, oder gar tausende Jahre noch dauern.

5.) Grundsätzlich werden folgende Fehler bei der Erforschung dieser Phänomene von den UFO-Skeptikern gemacht:

a: Aufgrund unserer Erkenntnis gibt es keinerlei wissenschaftliche Beweise für die Existenz von UFOs und Aliens auf der Erde und somit sind Aliens und UFOs hier auf der Erde nicht existent.

Nun: Vor etwas mehr als 500 Jahren gab es keinerlei wissenschaftliche Beweise, daß die Erde rund sein soll. Und doch war sie es schon immer, nicht erst seit den Behauptungen von Copernicus und Galilei! (Siehe Punkt 4!)

b: Behauptungen werden erst dann glaubhaft, wenn unwiderlegbare Beweise vorliegen.

Vorausgesetzt man bekommt diese Beweise uneingeschränkt zur Verfügung. Und genau das ist unser aller Problem! Eine andere Sache ist, daß Beweise auch als solche anerkannt werden.

Hierbei fällt mir immer ein Zitat ein, was ich diesbezüglich in den Foren schon öfter erwähnt habe: „Die Akzeptanz von UFOs hängt nicht vom Glauben an ihre Existenz ab, sondern von der Bereitschaft, die Beweise ihrer Existenz nicht aus weltanschaulichen Gründen leugnen zu müssen!“ Nur wenn mein Weltbild die Möglichkeit (!!!) der Existenz von UFOs akzeptiert, dann bin ich auch bereit, die Beweise ihrer Existenz als Solche zuzulassen! Auch wenn ich sie wissenschaftlich nicht erklären kann. Grundsätzlich ist aber, daß die Nicht-Existenz NICHT beweisbar ist!

c: Ich glaube nur an das, was ich selbst sehe oder anfassen kann.

Wer kann behaupten, jemals ein Atom gesehen oder angefaßt zu haben? Könnte man dann nicht auch behaupten, daß es Atome überhaupt nicht gibt? So eine Aussage spricht nicht gerade von hoher Intelligenz!

d: Alle, die an UFOs glauben, sind Fanatiker, die sich Aliens und UFOs herbeisehnen und in ihnen eine Art Heilsbringer sehen!

Völliger Unsinn! Auch wir behaupten, daß ca. 90% aller gemeldeten Fälle auf den „Müll“ geworfen werden können. Zum größten Teil handelt es sich um Fehldeutungen und -interpretationen, zum geringeren Teil um Fälschungen. Aber es bleiben noch ca. 10% übrig, die weder mit Wetterphänomene, Spiegelungen, optischen Täuschungen oder andersweilig wegzuerklären sind! Diese Zahl deckt sich ungefähr mit den 7% unklärbaren Fällen der CENAP! Auch behaupten wir nicht felsenfest, daß es sich dabei unweigerlich um außerirdische Raumschiffe handelt. Wir sagen aber, daß es sich durchaus AUCH um UFOs handeln kann. Und diese Aussage wird aufgrund bestimmter Eigenschaften der Objekte (Aufhebung der Masseträgheit, immenses Beschleunigungsvermögen, Manövriermöglichkeit, usw.) verstärkt!

Die beschriebenen „Fanatiker“ sind Menschen, die eine Art Ersatz-Religion suchen, da sie sich offensichtlich mit den schon existierenden Religionen nicht mehr identifizieren können! Diese Menschen haben aber mit der UFO-Forschung und -Interesse garnichts oder zumindest nur indirekt etwas zu tun! Leider wird aber das verzerrte Bild von UFO-Forschern und -Interessierten in der Öffentlichkeit noch durch die Medien gestützt! Man beachte nur allein die Talkshows mit völlig schrägen Gästen, die genau in das Allgemeinbild hineinpassen, aber mit uns nicht das Geringste zu tun haben und von denen wir uns auch entschieden distanzieren!

6.) Die „Richtlinien“ von Phil Klass sollte nicht ohne jegliches Nachfragen und ohne Skepsis uneingeschränkt übernommen werden. Auch hier spiegelt sich eine Subjektivität eindeutig wider!

7.) Widersprüche und Bestätigungen meiner Behauptungen im Artikel:

>>Während grundsätzlich JEDER Bericht ernst genommen wird …, wäre es jedoch fatal, zu glauben, dass sich alles grundsätzlich so abgespielt hat, wie der Zeuge berichtet. Ein Augenzeugen-Bericht ist stets subjektiv und KANN sich daher nicht so abgespielt haben.< <

Wird hier etwa nicht die Glaubwürdigkeit eines Zeugen grundsätzlich angezweifelt?

>>Da auch dort subjektive Erfahrungen, die der Zeuge zuvor machte, in diese Vergleiche mit einfließen.< <

Und genau diese subjektiven Erfahrungen fließen bei der Beurteilung der Fälle durch die CENAP genauso ein!

>>Bei UFO-Foto-Fälschungen wird sich dieser Effekt in Verbindung mit der Zwei-Dimensionalität häufig zu nutze gemacht, in dem man ein kleines Modell nahe der Kamera aufhängt und den Eindruck erweckt ein großes Objekt in gewisser Entfernung fotografiert zu haben.< <

>>Materielles Beweismaterial ist die einzige Möglichkeit, den hohen Ansprüchen bei der Beweisführung gerecht zu werden. Jedoch nur im Zusammenhang mit der Zeugenaussage (die erst einmal durchaus ernst genommen wird) kann der materielle Beweis (z.B. Landespuren, sog. Implantate, Fotos oder Videoaufnahmen etc.) Gültigkeit erlangen. Wie der amerikanische UFO-Forscher Allen Hynek schon sagte, kann kein Foto (und das gilt selbstverständlich für jeden angeblichen Beweis) glaubwürdiger sein, als der Fotograf.< <

Diese beiden Aussagen zusammen ergeben einen eindeutigen Widerspruch! Wenn bei Fotos und Videos durch die zweidimensionale Gegebenheit eine Möglichkeit von Fälschungen gegeben ist, kann dadurch auch nicht die Beweisführung gegeben sein. Entweder, oder!

>>Ich wage schon gar nicht zu fragen, wie „Führer“ zu verstehen ist.< <

Dieser Ausspruch ist nicht auf einen östereichischen Psychopathen bezogen, der im deutschen Namen ein großes Unheil über Europa und die Welt hereingebracht hat. Auch der Papst ist ein „Führer“, ohne mit Hitler in Verbindung gebracht zu werden.

Letztendlich war mein Artikel eine Reaktion auf Äußerungen in den CENAP-Artikeln. Diese Kritiken und „Retour-Kutschen“ kamen also auch nicht von Ungefähr. Damit wollte ich beweisen, daß auch die CENAP nicht das Maß aller Dinge ist und sich in Sachen persönlicher Angriffe selbst mal an die eigene Nase fassen sollte! Mir ist an einem Dauerkrieg zwischen den einzelnen Gruppierungen genauso wenig gelegen, wie wahrscheinlich Ihnen. Aber eine gründliche Überarbeitung der Artikel im CENAP-Report ist hier genauso angebracht!“

Siehste: Dieser Artikel hatte also schon seine Gründe und war nicht einfach mal so zur Diffarmierung der CENAP geschrieben worden. Du solltest mal den CENAP-Report sehr gründlich durchlesen, dann erkennst Du meine Beweggründe!

Gruß: Sticky

Dazu ist Folgendes zu sagen:

1. Die deutsche UFO-Szene ist ganz genau mit Sticklers Meinung zur US-Szene zu beschreiben. Hier wird „Kindergarten-Ufologie“ betrieben. Schlimm ist, dass das nicht nur wenige Randpersonen sind, wie Stickler sagt, sondern einen ziemlich großen Teil ausmachen.

2. Es gibt eine ganze Menge Sekten und Einzelpersonen, die auf betrügerische Weise Geld mit der Ufologie scheffeln. Dazu zähle ich auch jene Erfolgsbuch-Autoren, die Fakten verändern oder unterschlagen, damit sich ihr Buch besser verkauft. Man muss nicht unbedingt labil sein, um auf diese Autoren hereinzufallen, denn so wie die Dinge in ihren Publikationen dargestellt werden, lassen sie ja gar keinen anderen Schluss zu, als dass sich die Ausserirdischen im UFO-Phänomen manifestieren.

3. Subjektive Beweise? Das sind die, die von den Ufologen dauernd angeschleppt werden. Wirklich objektive Beweise gab es bis jetzt noch nicht.

Ein OBJEKTIVER Beweis für ein

4. Natürlich wird es noch tausend Jahre dauern, bis …, schieben wir es weit in die Zukunft, dann ist es heute nicht prüfbar! So einfach machen es sich Ufologen gerne. Sie gehen auch sehr gerne davon aus, dass unser heutiges Weltbild grundlegend falsch und nur dann richtig ist, wenn es ihren Vorstellungen (z.B. von den Aliens) entspricht. Dass unsere heutigen Erkenntnisse ständig erweitert und sogar verändert werden ist klar. Aber es gibt schon als gesichert geltende Fakten, die zu Rate gezogen werden könnten

5. a) Die meisten Skeptiker sagen ja gar nicht, dass es nicht doch möglich wäre. Aber ohne den Beweis an diese Sache zu glauben ist schon wieder religiös. Aufgrund der Ermittlungen vieler Skeptiker sind nun mal schon viele als authentisch geltende UFO-Träume zerplatzt. Deshalb wird nur besonders Vorsicht walten gelassen, um sich da nicht in etwas zu verrennen.

b) Wenn man auch ohne Beweise jedem dahergelaufenen Märchen-Erzähler Glauben schenkt, kann es ganz schnell passieren, dass man ein IFO zu einem UFO erklärt. Wie peinlich für den „UFO-Forscher“, wenn die wahre Natur seines UFOs irgendwann ans Tageslicht kommt.

c) Hätte ich an alles geglaubt, was ich mit eigenen Augen gesehen habe, dann wäre ich jetzt wahrscheinlich immer noch UFO-gläubig. Wir wissen eben, dass man seinen Sinnen (und ganz besonders den Augen) nicht immer trauen kann.

d) Nicht jeder, der an UFOs glaubt und sich mit der Thematik beschäftigt ist ein Fanatiker. Auch wenn es den ein oder anderen gibt. Trotzdem wird immer schnell vergessen, dass ein UFO von heute bereits das IFO von morgen sein kann. Für welchen scheinbaren UFO-Fall will man schon seine Hand ins Feuer legen? Daher Vorsicht, was man vorschnell zu einem UFO erklärt.

6. Tja, bisher haben sich diese Richtlinien als nützlich bei der Fallermittlung erwiesen. So mancher Ufologe könnte wahrscheinlich seinen besten – als UFO abgestempelten – Fall vergessen, hätte er sich diese Gebote einmal zu Herzen genommen.

7. Die Glaubwürdigkeit der Zeugen werden nicht angezweifelt, sondern nur eventuelle Schwächen der Wahrnehmung berücksichtigt.

Was bitte ist denn an einem astronomischen Stimulus beispielsweise subjektiv? In diesem Fall ist erkannt einfach erkannt.

Wieder nicht zugehört, Herr Stickler. Fotos, Videoaufnahmen etc. dienen nur zur Untermauerung der Zeugenaussagen und können nie für sich allein stehen.

Darüber, was „Führer“ hier bedeutet, kann man nicht mehr streiten. Ich wäre mit solchen Ausdrücken jedoch vorsichtig.

In diesem Forum sowie in der an mich gerichteten E-mail bringt Herr Stickler eigentlich nur die typischen ufo(un)logischen Standard-Argumente hervor. Ebenso bedient er sich einiger Standard-Gerüchte über CENAP. Die Diskussion (nicht die Kommunikation) ist in diesem Fall für mich beendet.