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Illobrand von Ludwiger im Tigerentenclub

Am Samstag, den 24. Juli 1999, hatte die ARD Tigerentenclub das Studiothema „Ufos“. Als Experte war MUFON-CES-Chef Illobrand von Ludwiger eingeladen.

Die bunte Kulisse der Kindersendung war jetzt mit einem galaktischen Touch versehen. Es gab im Hintergrund eine Lasershow und ein ferngesteuerter Folienballon zog gemächlich seine Runden. Bereits im Vorspann waren einige Schwarz-Weiß-Kontaktler-Filme a la Fry und Adamski zu sehen. Der Moderator fragte einige Kinder nach ihrer Meinung über UFOs und Ausserirdische. Ein Junge meinte, dass er sich das vorstellen könnte, dass es so etwas gibt, während ein Mädchen das für Quatsch hielt. Und schon wurde der „Astro-Physiker Illobrand von Ludwiger“ angekündigt. Er ließ gleich vom Stapel, was UFOs sind, nämlich: „unidentifizierbare Flugobjekte“, dann korrigierte er jedoch schnell seinen Fehler: „oder unidentifizierte Flugobjekte – das ist noch genauer. Also etwas, was man nicht erklären kann, aber keineswegs bedeutet UFO ausserirdisches Raumschiff.“ Von Ludwiger berichtete über die MUFON und ihre streng wissenschaftliche Arbeit. Alles erzählte er so schnell, dass wahrscheinlich die wenigsten Kinder dem so richtig folgen konnten.

Dann wurden einige Bilder gezeigt: Eine Linsenspiegelung präsentierte von Ludwiger noch skeptisch als IFO, dann einen Knick im Film und einen verwischten Vogel. Doch schon wurde es problematisch als ein Bild der Nagora- Fotoserie, das angebliche Quallen-UFO von Dänemark, das Belgien-UFO, das Suppenschüssel-UFO eines gewissen Herrn Lucifora / Sizilien nebst einer dazugehörigen 3D-Computerrekonstruktion der MUFON-CES und die Greifswald-Objekte als unidentifiziert dargestellt wurden.

Dann durften die Kinder Fragen stellen. Auf die Frage „Woher kommen UFOs?“ leierte von Ludwiger die gängigen Theorien herunter, u.a. auch die der Parallel-Dimension, eine unsichtbare Welt um uns herum „und plötzlich kommt etwas wie ein Geisterscheinung herein“. Den Kindern UFOs als Geister erklären zu wollen ist jedoch wohl auch nicht der richtige Weg. Noch einmal pochte er auf Wissenschaftlichkeit und wurde auch schon wieder verabschiedet. Ein Auftritt, den man sich hätte sparen können, denn die Kinder kriegen schon genug Murks im TV zu sehen.